• MiG-3 | Das Vorbild

    MiG-3 | Das Vorbild

    Fliegende Legenden - Eines der letzten noch fliegenden Originale auf einer Airshow in Russland.

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    12-Zylinder-V-Motor M-35A, Startleistung 990 kW (1.346 PS). Das reichte für 640 km/h in 7.000 m Höhe.

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    Die Silhouette erinnert etwas an die P-51 Mustang. Der Ölkühler unter dem Rumpf hat sich konstruktiv bewährt.

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    Jedoch kam die MiG-3 lange vor der P-51 Mustang zum Einsatz. Sie war der Gegner der deutschen Bf-109 E.

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    Der beengte Arbeitsplatz des Piloten - typisch für Kampfflugzeuge der damaligen Zeit.

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    Der Ölkühler unter dem Flugzeugrumpf in der Frontalansicht. Ein Scale Bauteil im Modell.

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    Die Lackierungen waren nicht nur in Tarnfarben gehalten. Hier eine Showlackierung.

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    Warmlaufenlassen des Motors vor dem Start ist für die heute noch fliegenden Originale Pflichtprogramm.

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    Drei rumänische Flugzeuge in unterschiedlichen, auch für einen Modellnachbau interessanten Lackerungen.

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    MiG-3 | Das Vorbild

    Konstruktionszeichnungen der MiG-3. Nach solchen Plänen wurden die Flugzeuge gebaut.

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MiG-3Ein Höhenjagdflugzeug aus dem 2. Weltkrieg

Scale Dokumentation

Die MiG-3 im Original

Die Mikojan-Gurewitsch MiG-3 ist ein einmotoriges einsitziges Jagdflugzeug des sowjetischen Konstruktionsbüros Mikojan-Gurewitsch OKB. Mikojan-Gurewitsch (russisch МиГ/ MiG, heute Russian Aircraft Corporation (RAC) MiG) ist ein russischer, ehemals sowjetischer Militärflugzeughersteller. Die Firma ist spezialisiert auf die Entwicklung und Produktion von Jagdflugzeugen. Seit Ende 2006 gehört das Unternehmen zum neu gegründeten russischen Luftfahrtkonsortium OAK. Das OKB (Experimental-Konstruktionsbüro) unter der Leitung des Armeniers Artjom Iwanowitsch Mikojan und des Ukrainers Michail Iossifowitsch Gurewitsch ging am 25. Dezember 1939 per Regierungsdekret in der Moskauer Flugzeugfabrik Nr. 1 aus dem Konstruktionsbüro unter der Leitung von Nikolai Polikarpow hervor. Das Kürzel MiG bedeutet „Mikojan und Gurewitsch“, wobei das mittlere i das russische Wort für „und“ ist. Die Serienproduktion des ersten Flugzeugs, der MiG-1 begann ab 1941 und wurde noch im selben Jahr wegen der Bedrohung Moskaus durch die deutschen Truppen nach Kuibyschew (heute Samara) verlegt. 1942 wurde das Konstruktionsbüro von der Fabrik abgetrennt und wieder zurück nach Moskau verlagert. Während des Zweiten Weltkrieges und danach wurden zehntausende MiG-Militärflugzeuge produziert. Dabei handelt es sich bei dem Akronym MiG (russisch миг) um ein Wortspiel – russisches Wort für Augenblick oder Moment.

Flugzeugtypen des OKB

Es gab und gibt zahlreiche Flugzeugtypen, die den Plänen des OKB entstammen:

  • MiG-1, 1940, erstes MiG-Serienflugzeug, Höhenjagdflugzeug
  • MiG-3, 1941, Höhenjagdflugzeug, im Zweiten Weltkrieg im Einsatz bei der Luftverteidigung
  • MiG-9, 1946, Entwickelt aus dem Prototyp MiG I-300 war dies der erste Serienjet von MiG
  • MiG-15, 1948, Jagdflugzeug, im Koreakrieg, u.a. gegen die F-86 Sabre eingesetzt
  • MiG-17, 1952, Weiterentwicklung der MiG-15, Einsatz im Vietnamkrieg
  • MiG-19, 1956, das erste Überschallflugzeug von MiG in Massenproduktion
  • MiG-21, 1959, meistgebautes Düsen-Jagdflugzeug der Welt (über 10.000 Exemplare wurden gebaut)
  • MiG-23, 1969, Schwenkflügler
  • MiG-25, 1966, ein Mach 3 schneller Abfangjäger
  • MiG-27, 1973, ein Flugzeug für Bodenangriffe, entwickelt aus der MiG-23
  • MiG-29, 1983
  • MiG-31, 1979, Weiterentwicklung der MiG-25
  • MiG-35, 1995, Weiterentwicklung der MiG-29M
Mikojan-Gurewitsch MiG-19S Farmer USAF

Mikojan-Gurewitsch MiG-19S Farmer USAF. Dieses Muster war das erste Überschallflugzeug von Mikojan-Gurewitsch.

Weitere Informationen bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/MiG-19

Prototypen und Kleinstserien

Daneben gibt es eine ganze Reihe von Prototypen und Kleinstserien:

  • A-Projektreihe (I-220 (A) / I-221 (2A) / I-222 (3A) / I-224 (4A) / I-225 (5A) 1943/44/45
  • MiG-5 (DIS-200), 1941/42
  • MiG-8 Utka „Ente“ Entenflugzeug von 1945
  • MiG-9 'IKh' (I-210 / MiG-9M-82), 1941, erster Versuch von MiG, einen Sternmotor zu verwenden. 5 Exemplare
  • MiG 1.44, 2000, inzwischen eingestelltes Projekt eines Luftüberlegenheitsjägers
  • MiG-13, 1945, auch als MiG I-250(N) bekannt, nur ca. 50 Exemplare wurden gebaut
  • MiG-105 Prototyp eines Raumgleiters
  • MiG-33, nicht realisiertes Projekt einer einmotorigen MiG-29
  • MiG-LMFS, in der Entwicklung befindliches Projekt einer einmotorigen MiG 1.44
  • I-211
  • I-230
  • I-270
  • I-320
  • E-8
  • E-166
  • E-266 Rekordflugzeug
  • MiG-Skat, in der Entwicklung befindliches UAV
Mikojan-Gurewitsch MiG-105 Spiral Raumgleiter

Mikojan-Gurewitsch MiG-105 Spiral. Experimentalstudie für einen wiederverwendbaren Raumgleiter.

Weitere Informationen bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/MiG-105

Die Typenbezeichnung MiG wird typischerweise nur für in den Truppendienst übernommene Serienmaschinen verwendet. Die Bezeichnung der Prototypen oder Testmaschinen (I- E- u.s.w.) ist nicht einheitlich geregelt. Zur Typenbezeichnung von Jagdflugzeugen/Jagdbombern werden im sowjetischen/russischen Flugzeugbau typischerweise ungerade Zahlen verwendet, gerade Zahlen sind für Bomber/Transportflugzeuge reserviert.

Fiktive Flugzeuge

Schließlich geistern auch noch fiktive MiG-Konstruktionen durch die Literatur:

Die „MiG-28“ ist ein fiktives Flugzeug, das im Film Top Gun eine Rolle spielt. Für die Filmarbeiten wurde eine verkleidete F-5 Tiger II verwendet. Die Kennung fand noch begrenzt weitere Verbreitung in Büchern und weiteren Filmen.

Die „MiG 31“ mit dem ebenfalls fiktiven Nato-Code Firefox spielt im Film und Buch „Firefox“ bzw. „Firefox Down“ mit Clint Eastwood eine wesentliche Rolle. Zum Zeitpunkt der Truppenerprobungen der realen MiG 31 wird das fiktive Gegenstück, ein neu konstruierter, überlegener sowjetischer Flugzeugtyp mit der Geschwindigkeit einer SR-71 und den Stealth-Eigenschaften einer damals unbekannten F117 im Handstreich durch amerikanische Kräfte entführt. Die im Film verwendeten Modelle und Attrappen haben kein reales Vorbild, vier Lufteinläufe, Entenflügel und ein weit vorne liegendes keilförmiges Cockpit sorgen für ein eher aggressives Aussehen. Sprachgesteuerte Raketen, ECM und vermutete Supercruise-Fähigkeiten zählen noch zu den realistischeren Vorhersagen.

Ebenfalls reine Fiktion ist ein sowjetischer Stealthbomber mit der Bezeichnung „MiG-37B“ bzw. dem angeblichen NATO-Code „Ferret E“, den es als Modellbausatz von Italeri gab. Als fiktives amerikanisches Gegenstück diente die „F-19“ derselben Firma. Da die reale F-117 Nighthawk in den 80er Jahren noch der Geheimhaltung unterlag, könnten gezielte Desinformationen der US-Luftwaffe sowie Gerüchte die Modellbauer beflügelt haben - eine große Ähnlichkeit wurde scheinbar und inoffiziell auch in der Werbung und Presse bestätigt. Die Modelle wurden mit geringen Variationen von verschiedenen Herstellern wie Revell und Testors wieder aufgelegt. Für die F-19 existiert zumindest ein gleichnamiges Computerspiel aus den Jahren 1987/88/90 von MicroProse für verschiedene Heimcomputertypen. Der Flugzeugtyp findet sich, in ähnlicher Konfiguration oder mit abweichenden technischen Kenndaten, häufiger in Büchern. Modelle mit vergleichbarer Stealth-Fiktion von Monogram und Arii haben abweichende Form und eher fantastischen Charakter, zudem sind sie weniger bekannt.

Entwicklung und Einsatz der MiG-3

Die MiG-3 erschien als Nachfolger der MiG-1 und sollte deren Probleme mit der Steuerung und der Flugstabilität überwinden.

Die MiG-1 war ein nur von erfahrenen Piloten zu beherrschendes Flugzeug. Sie besaß ungünstige Starteigenschaften und eine zu hohe Landegeschwindigkeit. Die Stabilität um die Längsachse war unbefriedigend, so dass der Flugzeugführer ständig gegensteuern musste, was einen unnötigen Kraftaufwand bedeutete. In geringen Höhen geriet die Maschine leicht ins Trudeln. Um diese Mängel auszumerzen, nahmen die Konstrukteure einige Veränderungen am Modell vor. Um die Stabilität zu verbessern, wurde das Triebwerk und somit der Schwerpunkt um 9,5 Zentimeter nach vorne verlagert. Die Tragflächen erhielten automatische Vorflügel und die V-Stellung wurde um 1° erhöht. Unter der Kabine befand sich nun ein zusätzlicher 250-Liter-Tank.

Die Entwurfsarbeiten und der Erstflug des Prototypen fanden im Sommer 1940 statt. Schon ab Herbst desselben Jahres lief die Serienproduktion an und bis Jahresende waren bereits 200 MiG-3 in Chodinka (Werk Nr. 1) und Powosche (Werk Nr. 22) hergestellt worden. Einige Serienmaschinen erhielten zur Erhöhung der Feuerkraft zwei zusätzliche 12,7-mm-MGs UBS in den Tragflächen und/oder Startschienen für sechs RS-82-Raketen („Katjuscha“).

Nach dem Kriegsbeginn wurde die Produktion ab Oktober 1941 nach Kuibyschew verlagert. Während der ersten Luftkämpfe zeigte sich, dass die MiG-3 durch ihre relativ schwache Bewaffnung der deutschen Bf 109 E in der Feuerkraft unterlegen war. In Höhen über 5.000 Metern war sie zwar schneller und wendiger als die Messerschmitt, da die meisten Luftkämpfe jedoch unterhalb dieser Grenze stattfanden, konnte sie diesen Vorteil nicht ausspielen. Nachdem sich im Einsatz herausgestellt hatte, dass die Schiebehaube bei hohen Geschwindigkeiten oft klemmte, flogen viele Piloten ohne Kabinendach. Trotz aller Bemühungen um eine bessere Steuerbarkeit blieb die MiG-3 ein für Anfänger schwer zu fliegendes Flugzeug. Sie wurde deshalb recht schnell aus den Frontverbänden zurückgezogen und 1941/42 in die Moskauer Luftverteidigung integriert, wo sie sich gegen die hoch anfliegenden Aufklärer- und Bomberverbände besser bewährte als in niedrigen und mittleren Höhenlagen. Der dreifache Held der Sowjetunion Alexander Pokryschkin errang den ersten seiner 59 bestätigten Abschüsse, eine Bf 109 E, auf der MiG-3.

Anfang Januar 1942 lief die Produktion nach 3.322 gebauten Exemplaren aus. Hauptursache dafür war die Einstellung der Fertigung des in der MiG verwendeten AM-35A-Motors zugunsten des im Schlachtflugzeug Il-2 genutzten AM-38. Mikojan-Gurewitsch versuchte deshalb in den folgenden Jahren, durch den Einbau anderer Triebwerke ein Nachfolgemuster für die MiG-3 zu schaffen. Keines dieser Projekte erreichte jedoch die Serienreife.

Versionen der MiG-3

  • MiG-3: aus der MiG-1 entwickelte Haupt-Serienausführung, die Ausführung von 1940 unterschied sich geringfügig von der 1941er Variante
  • MiG-3-AM-37: 1941 mit Mikulin AM-37-Motor erprobter Höhenjäger, nicht in Serie gebaut, auch als MiG-5 bezeichnet (vorgesehener offizieller Name)
  • MiG-3-M-82 (I-210): Frontjäger von 1941 mit Sternmotor M-82, 1942 umbenannt in MiG-9-M-82, keine Serienfertigung
  • I-211: Nachfolger der I-210; in Kleinstserie gebaut
  • MiG-3D (I-230): Prototyp eines Höhenjägers
  • MiG-3DD (I-231): ebenfalls der Prototyp einer Höhenjägerversion
  • MiG-3U: verbesserte Serienausführung von 1943 in Ganzmetallbauweise, Kanonenbewaffnung und veränderter Kabine sowie Kraftstoffanlage, ebenfalls nicht in Serie gebaut

Technische Daten der MiG-3

Die Daten der Flugzeugmuster aus der ersten Serie 1940 und der zweiten Serie 1941 unterscheiden sich in der Masse und damit einhergehend in der Geschwindigkeit und der Reichweite.

Spannweite:  10,20 m
Länge:  8,26 m
Höhe:  3,50 m
Tragflügelfläche:  17,44 m²
Flügelstreckung:   5,97
V-Stellung Tragfläche:  

Flächenbelastung: 

  • 1. Serie: 213,19 kg/m², 
  • 2. Serie: 192,09 kg/m²


Leermasse:

  • 1. Serie: 2.700 kg
  • 2. Serie: 2.595 kg


Startmasse:

  • 1. Serie: 3.718 kg
  • 2. Serie: 3.350 kg


Höchstgeschwindigkeit:

  • 1. Serie: 495 km/h in Bodennähe, 640 km/h in 7.800 m Höhe
  • 2. Serie: 505 km/h in Bodennähe, 640 km/h in 7.000 m Höhe


Landegeschwindigkeit:

  • 1. Serie: 150 km/h
  • 2. Serie:  144 km/h


Steigzeit auf 5.000 m:

  • 1. Serie: 5,3 min
  • 2. Serie: 5,7 min


Reichweite:

  • 1. Serie: 1.250 km
  • 2. Serie:   1.195 km


Antrieb:  
ein wassergekühlter 12-Zylinder-V-Motor M-35A, Startleistung 990 kW (1.346 PS), Dauerleistung 880 kW (1.200 PS)

Dienstgipfelhöhe:  12.000 m

Bewaffnung:

  • ein 12,7-mm-MG UBS und zwei 7,62-mm-MG SchKAS über dem Motor
  • optional zwei 12,7-mm-MG UBS in den Tragflächen
  • optional sechs 82-mm-Raketen RS-82 an je einer Dreierschiene unter jeder Tragfläche
  • optional zwei 100-kg- oder vier 25-kg-Bomben unter den Tragflächen


Besatzung:
  1 Pilot

Restaurierte Mikojan-Gurewitsch MiG-3 auf einem Flugfeld in Motschischtsche, Novosibirsk

Restaurierte Mikojan-Gurewitsch MiG-3 beim Start auf einem Flugfeld in Motschischtsche, Novosibirsk.



Mikojan-Gurewitsch MiG-3 in Winterlackierung auf einem Flugfeld irgendwo in Russland

Mikojan-Gurewitsch MiG-3 in weißer Winterlackierung, irgendwo auf einem Flugfeld in Russland.



Mikojan-Gurewitsch MiG-3 im Einsatz über einer russischen Winterlandschaft

Mikojan-Gurewitsch MiG-3 im Einsatz über einer russischen Winterlandschaft.



Weitere Informationen bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Mikojan-Gurewitsch_MiG-3

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