Die Jet Power 2008 fand auch dieses Jahr wieder bei schönstem Wetter in Bad Neuenahr statt. Der Besuch dieses Events ist mittlerweile obligatorisch, auch für Modellbauer bzw. -flieger, die keinen Jet fliegen. Die Parade der Ausnahmemodelle, die in Bad Neuenahr jedes Jahr gezeigt werden, ist einfach überwältigend. Man fragt sich, wo sind all diese Superflieger, wenn gerade nicht Messe ist ? Alleine der Materialwert der ausgestellten und / oder geflogenen Modelle dürfte ausreichen, um den Haushalt einer deutschen Kleinstadt zu sanieren. Vom Arbeitsaufwand spricht man da schon gar nicht mehr.
Die Qualität der Flugdarbietungen lag wieder auf höchstem Niveau. Kein Wunder, es flog alles, was Rang und Namen hat, auch Robert Fuchs und Sohn begeisterten wieder mit ihrer Red Bull Staffel und langen Messerflügen längs der Bahn, zu Musik in wenigen Metern Höhe und in Zentimeterabstand zwischen beiden Flugzeugen. Friedhelm Graulich führte seine SR71 Blackbird mit ihren organge leuchtenden Afterburner Effekten vor, ein Jet mit Schubvektorsteuerung schlug die unglaublichsten Kapriolen und schwebte dann senkrecht dicht über dem Maisfeld. Kommentar der Moderatoren: "Leute, kauft Popcorn, da hinten wird es gerade frisch zubereitet."
Ein wahrlich imposanter Doppeldecker definierte den Begriff Hybrid-Antrieb einmal ganz anders: Zusätzlich zum großvolumigen Boxer unter der Haube katapultierte eine Turbine unter dem Rumpf den Flieger geradezu spielerisch in Sekunden bis an die Sichtgrenze.
Ein kleines Highlight der diesjährigen Flugshow wahr das kurze Display eines manntragenden Jets, gesponsert vom Team Israel, dass die Jet-WM in 2009 ausrichten wird. Leider verhinderten die deutschen Vorschriften mal wieder, dass diese Showeinlage etwas wirklich Besonderes wurde, denn der Pilot durfte die Maschine nach langsamen Überflügen nur in harmlosen Turns bewegen. Aber allein die Tatsache, dass einer der "Großen" da war, verdient Hochachtung vor dem Organisationstalent von Winnie Ohlgart und seinem Team.
Wer nicht dabei sein konnte, mag sich in der Bildergalerie einen kleinen Eindruck von dem verschaffen, was ihm entgangen ist.
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Thomas Bergmann
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