Als Modell ist die MiG-3 auf den Flugplätzen nicht sehr häufig anzutreffen. Offenbar hat das Flugzeug weder bei den zahlreichen ARF-Bausatz-Schmieden in Fernost noch bei den deutschen Herstellern und Distributoren seine Anhänger gefunden. Wirklich nicht ? Doch! Konstantin Maier hat sich dieses Flugzeugtyps angenommen und in jahrelanger Arbeit einen Holzbausatz der Spitzenklasse entwickelt, der mit einer durchdachten Konstruktion, einer guten Materialauswahl, sauber gefrästen Teilen und gutem Zubehör den Holzwürmern unter uns Modellbauern richtig Freude machen wird. Dieser Bausatz ist nun exklusiv bei hobbykeller Modellsport erhältlich.
Unser Modell der MiG-3 hat eine Spannweite von 1960 mm und eine Länge von 1600 mm. Die Flügelfläche beträgt ca. 86 qdm. Das Tragflächenprofil und die Form sind weitgehend scale, jedoch wurde insbesondere beim Profil ein für den Modellflug geeignetes, weil gut tragendes Profil gewählt.
Der Rumpf besteht hauptsächlich aus leichtem Sperrholz, bis auf die Motorhalterung bestehen alle Rumpfrippen aus 3-mm-3-Schicht-Sperrholz. Die Rippen werden mit Balsaleisten von 3, 4 und 6 mm Stärke verleimt. Die Motorhalterung besteht aus Mehrschicht-Furnierplatten (Multiplex-Platten). Der Rumpf wird mit 1 – 1,5 mm Balsa beplankt. Tragfläche, Seiten- und Höhenruder bestehen aus 3 mm Sperrholz und werden mit 1 mm Balsafurnier beplankt. Die Nasenleiste wird aus leichtem Balsa erstellt.
Als Motorisierung sind Varianten für 2-Takt-Benziner, Methanoler und Elektroantrieb vorgesehen. Letzere passen unsichtbar unter die Motorhaube, der Benziner schaut unter der Haube etwas heraus, was aber für eine gute Kühlung sorgt. Methanol-Fans wählen die Variante für den RCV 120 SP, Benzin-Flieger bauen den ZG 26 EI ein, und die Elektriker entscheiden sich für unser Elektro Antriebsset mit einem Hacker A60 - 18M. Und das war uns ein wichtiges Qualitätsmerkmal: Sie bekommen für jede Antriebsvariante eine optimal dafür aufgebaute Konstruktion und müssen (fast) nichts mehr anpassen. Bitte wählen Sie bei der Bestellung aus, welche Variante Sie haben möchten.
An steuerbaren Funktionen bietet die Maschine Gas, Höhenruder, Seitenruder, Querruder, geteilte Spreizklappen, ein einziehbares Hauptfahrwerk und ein einziehbares Spornrad.
Voll ausgerüstet kommt das Flugmodell auf ein Gesamtgewicht von 6700 – 7800 g.
Der Bauplan setzt auf das geniale Stecksystem
Der Bauplan zeigt das Modell in einer für einen Bauplan ungewöhnlichen Perspektive: Man erkennt in schräger Draufsicht alle Spanten und Rippen wie in einer Explosionszeichnung. Dank des in diesem Bausatz realisierten genialen Stecksystems und der an den Hauptspanten befindlichen Beine lässt sich alles auf einem geraden Baubrett zusammenstecken. Man muss nichts messen oder unterlegen, alles fügt sich fast wie von selbst zusammen und kann in Ruhe ausgerichtet und mit Holzleim verklebt werden.
Holzbausatz mit über 200 Frästeilen in Premium Qualität
Der hobbykeller Modellsport Premium Scale Bausatz der MiG-3 enthält sämtliches Material, um das Modell als Rohbau fertig zu stellen (Klebstoff, Antrieb, Bespannmaterial bzw. Lacke nicht enthalten).Die über 200 Frästeile werden aus großen Platten mehrlagigen Sperrholzes sauber ausgefräst. Alle Teile werden noch von winzigen Stegen gehalten, die so filigran sind, dass man jedes Teil mühelos entnehmen kann. Der besondere Clou an diesem Bausatz sind jedoch die rechenartig konstruierten Bauhilfen, bei deren Einsatz jeder Spant und jede Rippe im Rumpf und in den Tragflächen an der richtigen Stelle sitzt. Baufehler so gut wie ausgeschlossen. Alle Teile sind so miteinander verzahnt, dass man das Rumpfgerüst einfach nur zusammenstecken kann und so schon eine stabile Konstruktion bekommt. Gleiches gilt für die Tragflächen. So vorbereitet, kann man sich in Ruhe der ordentlichen Verklebung aller Teile widmen, die an den Fräskanten der Sperrholzteile eine dauerhafte und kraftschlüssige Verbindung ermöglicht. Schwarz verbrannte Holzkanten aus der Laserschneidmaschine sind an diesem Bausatz nicht zu finden. Das Material für die Beplankung liegt dem Bausatz ebenfalls bei.
Kabinenhaube, Spinner, Ölkühler und Auspuffattrappen aus GFK sind im Bausatz enthalten
Im hobbykeller Modellsport Premium Scale Bausatz weiterhin enthalten ist unser exklusives Scale Zubehör. Damit wird dem Erbauer des Modells zwar schon eine Menge Arbeit abgenommen, jedoch bietet das Modell der MiG-3 genug Arbeit für ein Projekt, mit dem man sich ein paar Wochen Zeit nehmen sollte.
In die Werkstatt gelangt der Bausatz in einem großen, flachen Karton. Man möchte es kaum glauben, dass so ein stattliches Flugzeugmodell wie die MiG-3 in diesen Karton passt. Aber es sind ja vorerst nur viele Einzelteile, die da ans Tageslicht kommen, und kaum hat man den großen Spinner ausgepackt, da stellt sich schon der erste „WOW“-Effekt ein:
GFK Spinner mit Alu-Grundplatte
Der Spinner mit einem Durchmesser von 140 mm ist komplett aus GFK laminiert und glänzt mit Details wie eingearbeiteten Stoßkanten und Nieten. Die Öffnungen für die Blätter des Drei-Blatt-Props sind angezeichnet, auch hier befinden sich sauber gesetzte Nietenreihen um die Öffnungen herum. Die Bodenplatte ist aus Aluminium gefräst und mit 3 mm Kreuzschlitz-Schrauben an Halterungen aus Leiterplatten-Material befestigt, die exakt an den Innenseiten des Spinners einlaminiert sind.
Für die Lackierung des Spinners sollte man die Oberfläche vor dem Lackieren mit lauwarmem Wasser gründlich abwaschen, um alle Trennlackreste von der Oberfläche zu entfernen. Danach lässt sich die Oberfläche besser schleifen, das Schleifpapier verstopft nicht und der Lack hat eine dauerhaft gute Haftung. Nach dem Schleifen sollte man die Oberfläche mit einem Kunststoff-Primer oder Plastik-Primer grundieren, dann kann auch die erste Füller- oder Lackschicht drauf.
Tiefgezogene Kabinenhaube und GFK Ölkühler
Es folgen die aus klarem Material tiefgezogene Kabinenhaube, die noch passgenau ausgeschnitten werden muss, und der Ölkühler aus GFK, der später an die Rumpfunterseite unter den Tragflächen angesetzt wird. Er ist ebenso wie der Spinner mit vielen Details (Stoßkanten von Blechen, Nieten, Nieten, und nochmals Nieten…) versehen. Der Lufteinlass ist mit Leiterplattenmaterial verstärkt, vier Halterungen zum Anschrauben an den Rumpf sind ebenfalls schon einlaminiert. Alles zeugt von höchster Handwerkskunst: das Laminat ist gleichmäßig, die Verklebungen sind sauber und kraftschlüssig, alle Kanten sind sauber verschliffen.
GFK Auspuffattrappen und GFK Randbögen
Ebenfalls aus GFK vorgefertigt sind die Auspuffattrappen und die Randbögen. Diese müssen nur noch nach dem Beplanken des Rumpfes und des Flügels an die Rumpfkontur bzw. im Falle der Randbögen an die Endleiste angepasst werden.
Elektrisches Einziehfahrwerk, Spreizklappen und Heckfahrwerk
Wer sich für den Erwerb des Premium Scale Komplett-Bausatzes entscheidet, bekommt außerdem noch ein elektrisches Hauptfahrwerk mit originalgetreuer Verkleidung, einen einziehbaren Hecksporn und originalgetreu bewegliche Spreizklappen mit eigens dafür angefertigten Scharnieren. Unser Anspruch an Qualität und Perfektion geht so weit, dass wir die Fahrwerksverkleidung, die Klappen und das Spornrad bereits fertig zusammengebaut beilegen. Das gefederte und elektrisch zu betätigende Hauptfahrwerk wird betriebs- und einbaufertig geliefert. Es ist aus Aluminium, auf den Alufelgen sitzen luftgefüllte Reifen. Die Montage erfolgt mit Aluwinkeln in der Tragfläche. Die am Fahrwerk des Originals seitlich angebrachten Verkleidungen, die in eingefahrenem Zustand die Fahrwerksschächte verschließen, sind mit ihrer Mechanik am Modell originalgetreu nachempfunden. Die Verkleidungen liegen montagefertig bei. Das einziehbare Heckfahrwerk wird als Einheit betriebs- und einbaufertig geliefert. Dabei ist das Spornrad nicht etwa eine massenproduzierte Konstruktion aus Blech oder Draht, sondern es ist, wie alles an diesem Bausatz, durchkonstruiert und aus gefrästen GFK-Platten um eine CFK Lagerung herum funktionsfertig zusammengebaut. Auch hier ist alles sauber verklebt und geschliffen.
Wenn man die über 200 Teile des Bausatzes gesichtet, die Pläne studiert, die Bauanleitung gelesen und sich über alles einen Überblick verschafft hat, folgt das, was eingefleischte Holzmodellbauer mit dem Satz „Der Weg ist das Ziel“ beschreiben: Das Zusammensetzen aller Teile nach dem genialen Stecksystem, das Erstellen und Anbringen der Beplankung, der Einbau des Fahrwerks und… und… und… bis nach mehreren Wochen Arbeit schließlich der Rohbau eines echten Ausnahme – Modells auf dem Basteltisch steht.
Für das Bespannen und / oder Lackieren sucht man sich am besten Vorbilder aus dem Internet heraus. Wikipedia bietet dazu erste Orientierungsmöglichkeiten, von hier aus kann man sich dann weiter durchklicken.
Der Lohn der Arbeit: Das Einfliegen der MiG-3
Für das Einfliegen sollte man sich einen ruhigen Tag und einen gepflegten Platz aussuchen und die herausfordernden Flugeigenschaften sowie die Entwicklungsgeschichte des großen Vorbilds (siehe scale Dokumentation) für ein paar Stunden ausblenden.
Man braucht sich vor den Flugeigeschaften des Originals nicht zu fürchten. Das Modell liegt satt in der Luft und macht mit tiefen Überflügen über den Platz mächtig Eindruck. Die Silhouette ist neben all den amerikanischen Baumustern, die uns allen vertraut sind, eben anders und führt nach anfänglich nachdenklichen Blicken bei den anwesenden Modellfliegern („Was ist das denn für ein Flieger?“) umgehend zu gesteigertem Interesse, wenn die MiG-3 nach einer gelungenen Landung mit Schleppgas zum Abstellplatz rollt. Die Spreizklappen sehen nicht nur gut aus, sondern machen die Landung auch erheblich angenehmer. Bei einer guten Landeeinteilung mit Schleppgas sind Dreipunkt-Landungen möglich. Das gefederte Fahrwerk steckt eventuelle Neigungen zu einer „Wochentags“-Landung gut weg.
Fazit: Die MiG-3 ist ein echter Geheimtipp!
Wer ein Ausnahmemodell sucht, das nicht überall zu finden ist, und als erfahrener Modellbauer die Arbeit nicht scheut, aus einem Frästeilesatz mit über 200 Teilen ein Scale Flugzeugmodell in einer noch gut transportablen Größe entstehen zu lassen, für den ist die MiG-3 ein echter Geheimtipp. Die Flugeigenschaften sind gegenüber dem Original als verträglich zu bezeichnen, jedoch sollte der Pilot nicht nur beim Bau, sondern auch beim Fliegen eines solchen Modells auf einen guten Erfahrungsschatz zurückgreifen können.
Baubeschreibungen und Bauzeichnungen für die MiG-3
Möchten Sie sich unsere Baubeschreibungen und einige Bauzeichnungen anschauen, die wir unserem Bausatz beilegen? Mit einem Klick auf das PDF-Logo gelangen Sie in den Download-Bereich für diese Dokumente. Laden Sie sich dort eine Leseprobe unserer Baubeschreibung für die MiG-3 herunter. Für alle Sektionen wie Tragfläche, Fahrwerk, Kabinenhaube, Motorhaube, Seitenruder und Höhenleitwerk gibt es jeweils ein separates PDF-Dokument mit einer ausführlichen Baubeschreibung und farbigen Bauzeichnungen direkt aus dem CAD-Entwurf heraus. Alle Dokumente werden auf einer CD zusammen mit dem Bausatz geliefert. Die Bauzeichnungen dagegen liegen dem Bausatz als Ausdrucke im Format DIN-A3 bei.
Interessiert? Bestellen Sie jetzt!
Wenn Sie dieses einmalige Flugzeug interessiert und Sie es mit unserem Bausatz nachbauen wollen, dann können Sie es jetzt im hobbykellershop bestellen! Oder Sie rufen einfach unsere Hotline an: +49 201 7207 702 (täglich von 9 - 22 Uhr, außer an Sonn- und Feiertagen), oder senden Sie uns ein Fax: +49 201 7207 444, oder eine Mail über unser Kontaktformular. Die netten Damen in der Hotline werden Ihre Kontaktdaten zusammen mit Ihrer e-Mail Adresse notieren und Sie erhalten von uns einen Rückruf, bei dem wir alles weitere wie z.B. die von Ihnen bevorzugte Antriebsvariante mit Ihnen besprechen.
Die Mikojan-Gurewitsch MiG-3 ist ein einmotoriges einsitziges Jagdflugzeug des sowjetischen Konstruktionsbüros Mikojan-Gurewitsch OKB.
Mikojan-Gurewitsch (russisch МиГ/ MiG, heute Russian Aircraft Corporation (RAC) MiG) ist ein russischer, ehemals sowjetischer Militärflugzeughersteller. Die Firma ist spezialisiert auf die Entwicklung und Produktion von Jagdflugzeugen. Seit Ende 2006 gehört das Unternehmen zum neu gegründeten russischen Luftfahrtkonsortium OAK.
Das OKB (Experimental-Konstruktionsbüro) unter der Leitung des Armeniers Artjom Iwanowitsch Mikojan und des Ukrainers Michail Iossifowitsch Gurewitsch ging am 25. Dezember 1939 per Regierungsdekret in der Moskauer Flugzeugfabrik Nr. 1 aus dem Konstruktionsbüro unter der Leitung von Nikolai Polikarpow hervor. Das Kürzel MiG bedeutet „Mikojan und Gurewitsch“, wobei das mittlere i das russische Wort für „und“ ist.
Die Serienproduktion des ersten Flugzeugs, der MiG-1 begann ab 1941 und wurde noch im selben Jahr wegen der Bedrohung Moskaus durch die deutschen Truppen nach Kuibyschew (heute Samara) verlegt. 1942 wurde das Konstruktionsbüro von der Fabrik abgetrennt und wieder zurück nach Moskau verlagert.
Während des Zweiten Weltkrieges und danach wurden zehntausende MiG-Militärflugzeuge produziert. Dabei handelt es sich bei dem Akronym MiG (russisch миг) um ein Wortspiel – russisches Wort für Augenblick oder Moment.
Flugzeugtypen
Es gab und gibt zahlreiche Flugzeugtypen, die den Plänen des OKB entstammen:
MiG-9 'IKh' (I-210 / MiG-9M-82), 1941, erster Versuch von MiG, einen Sternmotor zu verwenden. 5 Exemplare
MiG 1.44, 2000, inzwischen eingestelltes Projekt eines Luftüberlegenheitsjägers
MiG-13, 1945, auch als MiG I-250(N) bekannt, nur ca. 50 Exemplare wurden gebaut
MiG-105 Prototyp eines Raumgleiters
MiG-33, nicht realisiertes Projekt einer einmotorigen MiG-29
MiG-LMFS, in der Entwicklung befindliches Projekt einer einmotorigen MiG 1.44
I-211
I-230
I-270
I-320
E-8
E-166
E-266 Rekordflugzeug
MiG-Skat, in der Entwicklung befindliches UAV
Die Typenbezeichnung MiG wird typischerweise nur für in den Truppendienst übernommene Serienmaschinen verwendet. Die Bezeichnung der Prototypen oder Testmaschinen (I- E- u.s.w.) ist nicht einheitlich geregelt. Zur Typenbezeichnung von Jagdflugzeugen/Jagdbombern werden im sowjetischen/russischen Flugzeugbau typischerweise ungerade Zahlen verwendet, gerade Zahlen sind für Bomber/Transportflugzeuge reserviert.
Fiktive Flugzeuge
Schließlich geistern auch noch fiktive MiG-Konstruktionen durch die Literatur:
Die „MiG-28“ ist ein fiktives Flugzeug, das im Film Top Gun eine Rolle spielt. Für die Filmarbeiten wurde eine verkleidete F-5 Tiger II verwendet. Die Kennung fand noch begrenzt weitere Verbreitung in Büchern und weiteren Filmen.
Die „MiG 31“ mit dem ebenfalls fiktiven Nato-Code Firefox spielt im Film und Buch „Firefox“ bzw. „Firefox Down“ mit Clint Eastwood eine wesentliche Rolle. Zum Zeitpunkt der Truppenerprobungen der realen MiG 31 wird das fiktive Gegenstück, ein neu konstruierter, überlegener sowjetischer Flugzeugtyp mit der Geschwindigkeit einer SR-71 und den Stealth-Eigenschaften einer damals unbekannten F117 im Handstreich durch amerikanische Kräfte entführt. Die im Film verwendeten Modelle und Attrappen haben kein reales Vorbild, vier Lufteinläufe, Entenflügel und ein weit vorne liegendes keilförmiges Cockpit sorgen für ein eher aggressives Aussehen. Sprachgesteuerte Raketen, ECM und vermutete Supercruise-Fähigkeiten zählen noch zu den realistischeren Vorhersagen.
Ebenfalls reine Fiktion ist ein sowjetischer Stealthbomber mit der Bezeichnung „MiG-37B“ bzw. dem angeblichen NATO-Code „Ferret E“, den es als Modellbausatz von Italeri gab. Als fiktives amerikanisches Gegenstück diente die „F-19“ derselben Firma. Da die reale F-117 Nighthawk in den 80er Jahren noch der Geheimhaltung unterlag, könnten gezielte Desinformationen der US-Luftwaffe sowie Gerüchte die Modellbauer beflügelt haben - eine große Ähnlichkeit wurde scheinbar und inoffiziell auch in der Werbung und Presse bestätigt. Die Modelle wurden mit geringen Variationen von verschiedenen Herstellern wie Revell und Testors wieder aufgelegt. Für die F-19 existiert zumindest ein gleichnamiges Computerspiel aus den Jahren 1987/88/90 von MicroProse für verschiedene Heimcomputertypen. Der Flugzeugtyp findet sich, in ähnlicher Konfiguration oder mit abweichenden technischen Kenndaten, häufiger in Büchern. Modelle mit vergleichbarer Stealth-Fiktion von Monogram und Arii haben abweichende Form und eher fantastischen Charakter, zudem sind sie weniger bekannt.
Entwicklung und Einsatz der MiG-3
Die MiG-3 erschien als Nachfolger der MiG-1 und sollte deren Probleme mit der Steuerung und der Flugstabilität überwinden.
Die MiG-1 war ein nur von erfahrenen Piloten zu beherrschendes Flugzeug. Sie besaß ungünstige Starteigenschaften und eine zu hohe Landegeschwindigkeit. Die Stabilität um die Längsachse war unbefriedigend, so dass der Flugzeugführer ständig gegensteuern musste, was einen unnötigen Kraftaufwand bedeutete. In geringen Höhen geriet die Maschine leicht ins Trudeln. Um diese Mängel auszumerzen, nahmen die Konstrukteure einige Veränderungen am Modell vor. Um die Stabilität zu verbessern, wurde das Triebwerk und somit der Schwerpunkt um 9,5 Zentimeter nach vorne verlagert. Die Tragflächen erhielten automatische Vorflügel und die V-Stellung wurde um 1° erhöht. Unter der Kabine befand sich nun ein zusätzlicher 250-Liter-Tank.
Die Entwurfsarbeiten und der Erstflug des Prototypen fanden im Sommer 1940 statt. Schon ab Herbst desselben Jahres lief die Serienproduktion an und bis Jahresende waren bereits 200 MiG-3 in Chodinka (Werk Nr. 1) und Powosche (Werk Nr. 22) hergestellt worden. Einige Serienmaschinen erhielten zur Erhöhung der Feuerkraft zwei zusätzliche 12,7-mm-MGs UBS in den Tragflächen und/oder Startschienen für sechs RS-82-Raketen („Katjuscha“).
Nach dem Kriegsbeginn wurde die Produktion ab Oktober 1941 nach Kuibyschew verlagert. Während der ersten Luftkämpfe zeigte sich, dass die MiG-3 durch ihre relativ schwache Bewaffnung der deutschen Bf 109 E in der Feuerkraft unterlegen war. In Höhen über 5.000 Metern war sie zwar schneller und wendiger als die Messerschmitt, da die meisten Luftkämpfe jedoch unterhalb dieser Grenze stattfanden, konnte sie diesen Vorteil nicht ausspielen. Nachdem sich im Einsatz herausgestellt hatte, dass die Schiebehaube bei hohen Geschwindigkeiten oft klemmte, flogen viele Piloten ohne Kabinendach. Trotz aller Bemühungen um eine bessere Steuerbarkeit blieb die MiG-3 ein für Anfänger schwer zu fliegendes Flugzeug. Sie wurde deshalb recht schnell aus den Frontverbänden zurückgezogen und 1941/42 in die Moskauer Luftverteidigung integriert, wo sie sich gegen die hoch anfliegenden Aufklärer- und Bomberverbände besser bewährte als in niedrigen und mittleren Höhenlagen. Der dreifache Held der Sowjetunion Alexander Pokryschkin errang den ersten seiner 59 bestätigten Abschüsse, eine Bf 109 E, auf der MiG-3.
Anfang Januar 1942 lief die Produktion nach 3.322 gebauten Exemplaren aus. Hauptursache dafür war die Einstellung der Fertigung des in der MiG verwendeten AM-35A-Motors zugunsten des im Schlachtflugzeug Il-2 genutzten AM-38. Mikojan-Gurewitsch versuchte deshalb in den folgenden Jahren, durch den Einbau anderer Triebwerke ein Nachfolgemuster für die MiG-3 zu schaffen. Keines dieser Projekte erreichte jedoch die Serienreife.
Versionen der MiG-3
MiG-3: aus der MiG-1 entwickelte Haupt-Serienausführung, die Ausführung von 1940 unterschied sich geringfügig von der 1941er Variante
MiG-3-AM-37: 1941 mit Mikulin AM-37-Motor erprobter Höhenjäger, nicht in Serie gebaut, auch als MiG-5 bezeichnet (vorgesehener offizieller Name)
MiG-3-M-82 (I-210): Frontjäger von 1941 mit Sternmotor M-82, 1942 umbenannt in MiG-9-M-82, keine Serienfertigung
I-211: Nachfolger der I-210; in Kleinstserie gebaut
MiG-3D (I-230): Prototyp eines Höhenjägers
MiG-3DD (I-231): ebenfalls der Prototyp einer Höhenjägerversion
MiG-3U: verbesserte Serienausführung von 1943 in Ganzmetallbauweise, Kanonenbewaffnung und veränderter Kabine sowie Kraftstoffanlage, ebenfalls nicht in Serie gebaut
Technische Daten der MiG-3
Die Daten der Flugzeugmuster aus der ersten Serie 1940 und der zweiten Serie 1941 unterscheiden sich in der Masse und damit einhergehend in der Geschwindigkeit und der Reichweite.
Spannweite: 10,20 m Länge: 8,26 m Höhe: 3,50 m Tragflügelfläche: 17,44 m² Flügelstreckung: 5,97 V-Stellung Tragfläche: 7°
Flächenbelastung:
1. Serie: 213,19 kg/m²,
2. Serie: 192,09 kg/m²
Leermasse:
1. Serie: 2.700 kg
2. Serie: 2.595 kg
Startmasse:
1. Serie: 3.718 kg
2. Serie: 3.350 kg
Höchstgeschwindigkeit:
1. Serie: 495 km/h in Bodennähe, 640 km/h in 7.800 m Höhe
2. Serie: 505 km/h in Bodennähe, 640 km/h in 7.000 m Höhe